Ich hätte gern ein Paar Giraffenohren!

Unterwegs mit gewaltfreier Kommunikation – von Ysabelle Wolfe

Wie geht Erholung?

Hallo, Welt!
Auf die Gefahr hin, Euch alle zu langweilen: Es geht noch immer um die Matrix. Es gefällt mir, meine eigenen Wachstumsfelder zu erkennen und daran rumzufeilen. Aktuell quäle ich mich mit dem Thema:
Vitalität kultivieren:
In Einklang mit sich selbst kommen
um eine ausgewogene Selbst-
Fürsorge zu unterstützen; Pflege der
lebensdienlichen Energie.

Ungelernt:
Unbewusste Verhaltensmuster und/oder
rastlose geistige Aktivität, führen zu
verminderter Energie.

Erwacht:
Sich des eigenen Energieniveaus
bewusst werden und wahrnehmen, was
dieses beeinflusst.

Kompetent:
Verbunden mit Bedürfnissen als
Ressourcen; motiviert, Wege zu suchen
um einfallsreich zu sein und etwas
beitragen zu können.

Integriert:
Energetisiert durch die Förderung von
Körper, Geist, Seele und Gemeinschaft

Was machen Leute, um sich zu erholen?
Spazieren gehen
Fernsehen
Lesen
Musik hören
Spiele spielen
Freunde treffen
Am Strand/Terrasse liegen
Golf/Fußball/Tennis/Frisbee spielen
Mit dem Hund spazieren gehen
Nichts tun
Kochen/grillen/mit Freunden essen
Kultur genießen: Ausstellungen, Museen, Musikveranstaltungen
Wandern/klettern/schwimmen
Rad fahren

Ok, das sind mal einige Strategien zur Erholung oder Entspannung. Manche davon sind anregend wie ein Museumsbesuch oder gemeinsam spielen, andere sind passiv wie Fernsehen oder am Strand liegen. Manche dienen der körperlichen Ertüchtigung wie Rad fahren oder Tennis spielen, wieder andere haben einen ausgesprochen sozialen Charakter wie Freunde treffen oder mit Freunden kochen und essen.

Beim Blick über diese Liste von Strategien zum Zwecke der Erholung denke ich, am liebsten spiele ich Golf, lese oder genieße Kulturveranstaltungen. Ich gehe auch gern mit dem Hund, wenn gerade mal einer da ist. Und ich sitze gern bei mir auf der Terrasse. Komisch, warum tue ich nichts von alledem? Das letzte Konzert ist Monate her, ein Besuch in einer lokalen Kunstausstellung ebenfalls schon wieder zwei Monate. Wir haben Juli und ich war noch nicht ein Mal Golf spielen. Statt auf der Terrasse den Sommer zu genießen sitze ich vor dem Rechner oder verkrieche mich ins Bett. Lesen findet kaum noch statt, aber die Bücherberge werden immer höher. Kein Wunder, es sind alles Sachbücher, und auf dem Lieferschein stand: Die musst du lesen! Sofort!

Ich spiele nicht gern allein Golf. Wenn es sich also nicht ergibt, dass ich mit jemandem zusammen spielen kann, lasse ich es sein. Wieso eigentlich? Ich habe mein Leben lang gern gelesen. Wieso komme ich jetzt in eine Lese-Vermeidung? Irgendwo ist mir der Spaß abhanden gekommen, weil es nur noch um „Pflichtlektüre“ geht. Das 48. Buch über ein spezielles GfK-Thema, Schuld und Scham, Mediation – ich gebe zu, dass das überhaupt nicht reizvoll ist. Und es lädt ja auch nicht wirklich zum Abschalten ein. Also: Ich verkneife mir die Abschalt-Lektüre, weil es Berge von „Du-musst“-Büchern gibt. In der Matrix heißt es: Pflege der lebensdienlichen Energie. Dazu gehört ja nicht nur Entspannung. Dazu gehört für mich auch Berührung, Nähe, gutes Essen, Selbstfürsorge, ausreichend Schlaf. Und Spiritualität. Boah, es ist ziemlich offensichtlich, dass ich an dieser Baustelle noch einiges zu tun habe. Es gibt noch nichts mal ein tragfähiges Fundament…

So. Als erstes habe ich mich für Morgen mit meinem Sohn zum Golfspielen verabredet. Als nächstes trage ich mal alle mahnenden Sachbücher zusammen, vor allem entferne ich die Stapel am Bett. Mal sehen, wo ich dafür einen wirklich guten Platz finde. Vielleicht im Seminarraum. Und dann nehme ich den Laptop mit in den Garten und feile dort an einer Datei, die ich gern fertig stellen möchte. Es ist ein Start, oder?

So long!

Ysabelle

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