Ich hätte gern ein Paar Giraffenohren!

Unterwegs mit gewaltfreier Kommunikation – von Ysabelle Wolfe

Dankbarkeit: 22. Dezember 2015

Hallo, Welt!
Heute bin ich dankbar über meinen Groll. Erstaunlich? Nein, schön. Aktuell gibt es zwei Menschen, die Auslöser für meinen Groll sind. Als ich heute auf dem Weg zur Arbeit war, grummelte es noch mal ordentlich in mir. Als ich mir dessen bewusst wurde, kamen Freude und Dankbarkeit auf. Früher konnte ich mich gut in eine Wut-Trance manövrieren und mit immer neuen Gedanken diese Wut anfachen. Ich war meine Wut und meine Wut war ich. Heute fühlt sich das anders an. Heute kann ich spüren, dass ein Teil von mir wütend ist, und ein anderer Teil ist mal total normal und handlungsfähig. Ich muss mich nicht mehr von meiner Wut zu Handlungen treiben lassen. Das gibt mir eine neue Freiheit, und das ist beglückend.

Dankbar bin ich auch, dass ich die gesamte Bügelwäsche weg habe. Wie immer wieder berichtet, ist Bügeln meine liebste Hausarbeit. Aber wenn drei Wäschekörbe randvoll sind, hält sich der Spaß in Grenzen. Zwei Nachtschichten und jetzt biegt sich wieder die Kleiderstange im Schrank. Das ist schön, wenn nicht mehr das Bügelbrett im Arbeitszimmer steht.

Dankbar bin ich für das warme Willkommen in dem Unternehmen, in dem ich heute meinen ersten Arbeitstag hatte. Es war nett, alte Kollegen wieder zu sehen. Mein neuer Chef hat mich noch nicht überzeugt, aber als er anfing Ditsche zu zitieren, regte sich doch Hoffnung, dass wir ganz gut miteinander auskommen werden.

Dankbarkeit … Immer wenn ich mir Zeit nehme, mich mit den Dingen zu verbinden, für die ich dankbar bin, oder die mein Herz erfreuen, wird es hell um mich herum und die Sachen, die mich eher bedrücken, verlieren ihre Kraft.

Geht es Euch auch so?

So long!
Ysabelle

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