{"id":827,"date":"2010-03-14T00:04:59","date_gmt":"2010-03-13T23:04:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gewaltfrei-im-norden.de\/blog\/?p=827"},"modified":"2010-03-13T14:43:53","modified_gmt":"2010-03-13T13:43:53","slug":"sei-selbstsuchtig-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.giraffenohren.com\/?p=827","title":{"rendered":"Sei selbsts\u00fcchtig (2)"},"content":{"rendered":"<p>Sich um uns selbst zu k\u00fcmmern, ist nicht so egoistisch, wie manche Menschen annehmen<...>.<\/p>\n<p>Aus: Melody Beattie, \u201eDie Sucht, gebraucht zu werden\u201c<\/p>\n<p>Es gibt zwei M\u00f6glichkeiten zu h\u00f6ren, du bist selbsts\u00fcchtig\/egoistisch. Zum einen sagen wir es uns vielleicht selbst, wenn wir etwas tun, was wirklich nur wir tun wollen. Allein ausgehen, p\u00fcnktlich Feierabend machen, einen Mittagsschlaf einlegen. Dann ist unser Freund, der Wolf, dabei, uns darauf aufmerksam zu machen, dass unser Verhalten vielleicht nicht auf breite Zustimmung st\u00f6\u00dft und er will uns vor Schaden bewahren. <\/p>\n<p>Oder ein Au\u00dfenstehender konfrontiert uns mit dieser Aussage: Du bist ja so egoistisch!<br \/>\nWas hei\u00dft das f\u00fcr uns?<br \/>\nDie erste Ubersetzungsarbeit ergibt vielleicht: Meine Handlungen oder Unterlassungen stehen nicht in Harmonie mit den Werten und W\u00fcnschen meines Gegen\u00fcbers. <\/p>\n<p>Vielleicht muss ich mir an dieser Stelle klarmachen: Wenn ich jetzt exakt das tue, was mein Gegen\u00fcber erwartet, erf\u00fclle ich nicht meine eigenen Bed\u00fcrfnisse.<br \/>\nUnd es stellt sich die Frage: Wenn von mir verlangt wird, auf die Erf\u00fcllung meiner eigenen Bed\u00fcrfnisse zu verzichten, ist das dann etwas, was meinem Wohlbefinden dient? Und bin ich dann verpflichtet, diesem W\u00fcnschen, Dr\u00e4ngen oder manchmal auch unausgesprochenen Erwartungen zu gen\u00fcgen?<br \/>\nWenn wir so theoretisch auf die Fakten gucken, scheint es leicht zu sagen: Nein, ich bin nicht f\u00fcr die Erf\u00fcllung deiner W\u00fcnsche, Bed\u00fcrfnisse und Erwartungen verantwortlich. Im wahren Leben ist es wahrscheinlicher, dass wir arg ins Trudeln kommen in unserem Wunsch, es allen Recht zu machen und trotzdem Sorge zu tragen f\u00fcr uns selbst.<br \/>\nDon&#8217;t do it, if it is not fun, sagt Marshall. Mache es nicht, wenn es Dir keine Freude bereitet! Denn wenn wir uns verbiegen, um es dem anderen Recht zu machen, werden alle daf\u00fcr bezahlen. Wir selbst, weil wir nicht das tun, was aus unserem tiefsten Herzen kommt. Und der andere, weil wir nicht wirklich freiwillig geben, was von uns erwartet wird, sondern aus Angst, Sorge, Frustration oder Scham. <\/p>\n<p>Was brauchen wir, um uns um uns selbst k\u00fcmmern zu k\u00f6nnen? Vielleicht ist es die Gewissheit, dass es unsere vornehmste Pflicht ist, uns selbst zun\u00e4chst mit allem zu versorgen, was wir f\u00fcr unser k\u00f6rperliches und spirituelles Wohlergehen brauchen. Und das ist kein von der GfK inspirierter Ego-Trip, sondern eine Jahrtausende alte Weisheit: <em>So ihr das k\u00f6nigliche Gesetz erf\u00fcllet nach der Schrift: &#8222;Liebe deinen N\u00e4chsten wie dich selbst,&#8220; so tut ihr wohl;<\/em> hei\u00dft es bei  Jakobus 2,8 und an zahlreichen anderen Stellen in der Bibel. <\/p>\n<p>Selbsts\u00fcchtig sein &#8211; das hei\u00dft: Ich bin f\u00fcr mein Wohl verantwortlich. Ich nehme mein Leben, mein Schicksal, mein Wohlergehen in meine H\u00e4nde. Und die GfK erg\u00e4nzt: Deine Bed\u00fcrfnisse sind mir so wchtig wie meine. Was kann ich tun, um dein Leben zu bereichern?<br \/>\n<em><br \/>\nHeute will ich wachsam sein, ob ich meine Interessen auch wirklich wahrnehme. Ich will mich daran erinnern, dass ich f\u00fcr die Erf\u00fcllung meiner Bed\u00fcrfnisse verantwortlich bin. <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sich um uns selbst zu k\u00fcmmern, ist nicht so egoistisch, wie manche Menschen annehmen. Aus: Melody Beattie, \u201eDie Sucht, gebraucht zu werden\u201c Es gibt zwei M\u00f6glichkeiten zu h\u00f6ren, du bist selbsts\u00fcchtig\/egoistisch. Zum einen sagen wir es uns vielleicht selbst, wenn wir etwas tun, was wirklich nur wir tun wollen. 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