{"id":5080,"date":"2014-12-22T22:58:55","date_gmt":"2014-12-22T21:58:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.giraffenohren.com\/?p=5080"},"modified":"2014-12-22T22:58:55","modified_gmt":"2014-12-22T21:58:55","slug":"dankbarkeit-22-12-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.giraffenohren.com\/?p=5080","title":{"rendered":"Dankbarkeit: 22.12.2014"},"content":{"rendered":"<p>Hallo, Welt!<br \/>\nHeute in zwei Tagen bin ich hoffentlich schon wieder zu Hause. Heiligabend im Kreis meiner Ursprungsfamilie &#8211; das letzte Mal in dieser Besetzung &#8211; das ist schon hart. Und ich kann nicht mit meinem Sohn und seiner kleinen Familie feiern, weil ich mich anders entschieden habe. Das ist in Ordnung so, und trotzdem sp\u00fcre ich auch Traurigkeit.<br \/>\nHeute Abend hatte in einen Austausch mit meiner Mutter, der schon denkw\u00fcrdig ist. Ich erz\u00e4hle etwas, versuche Fragen zu stellen, die sie mit ja oder nein beantworten kann. Und sie sitzt mit einer &#8222;Nimm-mich-aus-dem-Urlaub-mit-nach-Hause&#8220;-Kuhglocke am Telefon und klingelt einmal f\u00fcr Ja und zwei mal f\u00fcr nein. <\/p>\n<p>Mal sehen, ob ich Morgen irgendwo ein Xylophon her bekomme, das f\u00e4nde ich angenehmer als dieses heftige Bimmeling von der Kuhglocke.<br \/>\nUnd gleichzeitig bin ich dankbar, dass wir damit eine Art von Verst\u00e4ndigung hinbekommen. Was f\u00fcr eine schreckliche Krankheit!<br \/>\nMein Sohn hat sich zu Weihnachten eine Kaffeekanne gew\u00fcnscht. Klick. Bestellt. Vor acht Tagen. Und noch nicht hier. Allm\u00e4hlich werde ich unruhig.<br \/>\nAnsonsten habe ich alle Geschenke im Sack, denke ich. Nicht dass es dieses Jahr so viele w\u00e4ren. Eben habe ich noch f\u00fcr meinen Londoner Freund Michael einen Satz Lebenskarten auf Englisch gekauft&#8230; Die kommen dann zwar etwas sp\u00e4ter an, aber grad mal egal. Er wei\u00df, dass sie von Herzen kommen.<br \/>\nWof\u00fcr bin ich heute dankbar?<br \/>\nDass ich die lange Schlange in der Post ertragen habe, ohne den Umstehenden schreiend meine Pakete um die Ohren zu hauen.<br \/>\nIch bin mir dankbar, dass ich mir heute Mittag und heute Abend was zu Essen gemacht habe. Gekocht und Brote geschmiert. Und dass ich mir einen Mittagsschlaf genehmigt habe.<br \/>\nIch bin dankbar f\u00fcr ein Gespr\u00e4ch mit einem fr\u00fcheren Kollegen aus meiner alten Firma. Er bereitet sich gerade auf Hartz IV vor, hat keinen neuen Job gefunden. ich habe ihn gebeten, mich bei der n\u00e4chsten Ausgabe der Empathischen Zeit als Layouter zu unterst\u00fctzen. Das war ein wirklich sch\u00f6nes Gespr\u00e4ch, f\u00fcr das ich dankbar bin.<br \/>\nDankbar bin ich, dass ich meine Lernfelder erkennen darf. Andere Menschen sind nur der Ausl\u00f6ser f\u00fcr meinen Unmut. Die Ursache liegt in mir. Ich m\u00f6chte jede Minute feiern, in der ich diesen Konflikt bei mir halten kann und nicht auf andere ausk\u00fcbeln. Ich erschaffe eine Welt mit Angriffs- oder Kritikgedanken. Und ich bin in der Lage, das zu ver\u00e4ndern.<br \/>\nGestern Abend habe ich eine Exkursion nach Hamburg unternommen. Im V\u00f6lkerkundemuseum gab es zur Wintersonnenwende ein pralles Programm und Nayoma de Haen hatte mich dazu eingeladen. Sie hat abends um zehn einen Vortrag \u00fcber die Raun\u00e4chte gehalten und obwohl ich schon das Buch von ihr kannte, war ich sehr fasziniert von ihren Erz\u00e4hlungen. Auch daf\u00fcr bin ich dankbar. Mal raus, mal auf andere Gedanken kommen&#8230;<br \/>\nDas Seminarhaus hat mir heute als Vorkasse die Rechnung f\u00fcr unser Seminar geschickt. &#8222;schluck*. Ich bin dankbar, dass ich sie auslegen kann. Und ich freue mich \u00fcber meine Zuversicht, dass alle Teilnehmer unseres traumhaften Workshops z\u00fcgig \u00fcberweisen werden. Und ich bin dankbar f\u00fcr dieses Vertrauen in die Welt und ich meine Mitmenschen.<br \/>\nSo long!<br \/>\nYsabelle<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo, Welt! Heute in zwei Tagen bin ich hoffentlich schon wieder zu Hause. Heiligabend im Kreis meiner Ursprungsfamilie &#8211; das letzte Mal in dieser Besetzung &#8211; das ist schon hart. Und ich kann nicht mit meinem Sohn und seiner kleinen Familie feiern, weil ich mich anders entschieden habe. 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