{"id":4452,"date":"2013-04-08T13:16:39","date_gmt":"2013-04-08T11:16:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.giraffenohren.com\/?p=4452"},"modified":"2013-04-10T11:26:11","modified_gmt":"2013-04-10T09:26:11","slug":"die-ungesprochenen-worte-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.giraffenohren.com\/?p=4452","title":{"rendered":"Die ungesprochenen Worte (1)"},"content":{"rendered":"<p>Hallo, Welt!<br \/>\nDieses Wochenende habe ich auf einem Workshop von Arnina Kashtan verbracht, der von Matthias Albers organisiert wurde. Meine dringende Empfehlung: Wer das Geld zusammenkratzen kann und am kommenden Wochenende noch nicht gedatet ist: Fahrt nach <a href=\"http:\/\/gewaltfreiekommunikation.eu\/arnina_kashtan_berlin.html\">Berlin<\/a>, wo es einen zweiten Workshop zu diesem Thema gibt. Ich habe selbst ja schon viel Glaubenssatz-Arbeit gemacht, aber diese Erfahrung war einfach noch mal eine ganz andere.<a href=\"https:\/\/www.giraffenohren.com\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Arnina-2013.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.giraffenohren.com\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Arnina-2013-138x300.jpg\" alt=\"\" title=\"Arnina 2013\" width=\"138\" height=\"300\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4453\" srcset=\"https:\/\/www.giraffenohren.com\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Arnina-2013-138x300.jpg 138w, https:\/\/www.giraffenohren.com\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Arnina-2013-473x1024.jpg 473w, https:\/\/www.giraffenohren.com\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Arnina-2013.jpg 519w\" sizes=\"auto, (max-width: 138px) 100vw, 138px\" \/><\/a> Arnina verbindet Ideen von &#8222;The Work&#8220; von Byron Katie mit gewaltfreier Kommunikation. Der Workshop ist nichts von beidem und doch so viel mehr. F\u00fcr mich ist in diesen drei Tagen etwas ganz Besonderes, etwas unglaublich Tiefes geschehen. In Gegenwart anderer Trainer hatte ich bisher immer innerlich eine angezogene Handbremse, eine Mahnung &#8222;sei nicht so wie du bist&#8220;. Die Stimmen sagten Dinge wie &#8222;Rei\u00df dich zusammen&#8220; oder &#8222;spiel dich blo\u00df nicht auf&#8220;. Mir steigen sofort wieder die Tr\u00e4nen in die Augen bei der Erinnerung, WIE willkommen all meine Beitr\u00e4ge waren. Es gab zwei Situationen, in denen ich nicht auf der gleichen Spur war wie Arnina. Und die Art, wie sie dann f\u00fcr IHRS ging, war so liebevoll und komplett ohne Backlash, ohne dass bei mir auch nur im entferntesten so etwas wie Unmut von ihr \u00fcber die &#8222;St\u00f6rung&#8220; oder Stirnrunzeln \u00fcber meine Fehldeutung ankam \u2013 das geh\u00f6rt sicher zu einem der gr\u00f6\u00dften Erlebnisse in meinem Leben. Ich glaube, so ungef\u00e4hr f\u00fchlt sich bedingungslose Annahme an. Ooooohhhh! Da m\u00f6chte ich auch hinkommen! Das m\u00f6chte ich meinen Teilnehmern auch schenken k\u00f6nnen! <\/p>\n<p>Zum einen hat das sicher mit meinen eigenen Filmen zu tun: What are you telling yourself? <strong>Welche Geschichten erz\u00e4hlst du dir?<\/strong> Das war eine der Kernfragen in diesem Workshop. Und das Gegengift zur Eigenl\u00e4hmung lautet: <strong>&#8222;Ich h\u00f6re mich selbst zu mir sagen&#8230;&#8220;<\/strong> Die Geschichten, mit denen wir aufgewachsen sind, die Definitionen dessen, wie wir zu sein haben oder wie wir sind. Ich bin beispielsweise mit der Botschaft aufgewachsen, ich sei &#8222;stinkefaul&#8220;. Und wie ja neulich bereits berichtet, <a href=\"https:\/\/www.giraffenohren.com\/?p=4446\">k\u00fcnstlerisch komplett unbegabt<\/a>. Wisst Ihr, was ich in diesem Workshop getan habe? Ich habe 2,5 Tage an der Flipchart mit protokolliert. <a href=\"https:\/\/www.giraffenohren.com\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Arnina_Vortrag-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.giraffenohren.com\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Arnina_Vortrag-1-220x300.jpg\" alt=\"\" title=\"Arnina_Vortrag 1\" width=\"220\" height=\"300\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4454\" srcset=\"https:\/\/www.giraffenohren.com\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Arnina_Vortrag-1-220x300.jpg 220w, https:\/\/www.giraffenohren.com\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Arnina_Vortrag-1-752x1024.jpg 752w, https:\/\/www.giraffenohren.com\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Arnina_Vortrag-1.jpg 1206w\" sizes=\"auto, (max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/><\/a> Ich kann selbst noch gar nicht fassen, was ich da gemacht habe! Das Gehirn habe ich noch abgemalt von einer Grafik aus dem Internet. Aber meine anderen Illustrationen entstanden freih\u00e4ndig, verbunden mit einer geh\u00f6rigen Portion Scham und der Selbst-Versicherung: Anything worth doing is worth doing poorly. Den Satz habe ich aus einer Erz\u00e4hlung von Marshall aufgeschnappt und es geht darum, dass man nicht Sachen unterlassen soll, nur weil man sie vermeintlich nicht &#8222;gut&#8220; macht. Jemand, der anf\u00e4ngt Klavier zu spielen, spielt anfangs &#8222;poorly&#8220; im Vergleich zu einem Konzertpianisten. Sollte er es deshalb gar nicht erst versuchen? Ich kann es nicht gut, also mache ich es nicht? Das w\u00e4re &#8222;altes Denken&#8220; und davon m\u00f6chte ich mich verabschieden.<br \/>\nSo versuchte ich mich an einem Elefantenkopf, an einem Stoppschild, Messer und Gabel (Rechtfertigungen und Erkl\u00e4rungen f\u00fcttern die Schuldgef\u00fchle) und einer Illustration, wie man einem Hund und sich selbst Einf\u00fchlung geben kann. Ich habe ungefragt eine wichtige Rolle in diesem Workshop \u00fcbernommen und es war &#8211; unbeschreiblich. Heute Morgen bekam ich dazu von einer Seminarteilnehmerin eine R\u00fcckmeldung: <\/p>\n<blockquote><p>\nich bin so dankbar \u00fcber deine Seminarmitschrift. \u00dcblicherweise bin ich eine &#8222;dauernd Mitschreiberin&#8220; und diesmal hatte ich die Gelegenheit meine H\u00e4nde ruhig zu halten und mich auf ganz andere Dinge zu konzentrieren ohne &#8222;mitzuschreiben&#8220;.<br \/>\nDas war eine gro\u00dfartige Erfahrung und vermutlich h\u00e4tte ich nicht gedacht, dass es f\u00fcr mich doch so einen gro\u00dfen Unterschied macht. Also vielen Dank, dass ich das durch deine Unterst\u00fctzung erleben konnte.<br \/>\nGleichzeitig bewundere ich deine Ruhe und gleichm\u00e4\u00dfige Schrift, ich w\u00fcnschte ich k\u00f6nnte dies auch \u00fcber 2 1\/2 Tage schaffen.<br \/>\nEs hat mir Spa\u00df gemacht bei deinem Kunstwerk zusehen zu k\u00f6nnen und ich konnte teilweise erleben, welche Inputs von Arnika dich besonders ber\u00fchrt haben. Du bist dann &#8222;aufgesprungen&#8220; und hast manches so passend f\u00fcr mich in deinen Worten niedergeschrieben. Ja so ging es mir damit. Danke<\/p><\/blockquote>\n<p>Arnina bat mich (und Matthias), ob wir diese deutschen S\u00e4tze von den Flipcharts f\u00fcr sie \u00fcbersetzen k\u00f6nnten.  Und in der Abschlussrunde teilte sie, dass sie fast ihr ganzes Leben damit zu tun hatte, &#8222;nichts zu wissen&#8220;. Und nun, als alle W\u00e4nde des Seminarraums zugepflastert waren mit quietschbunten Flipcharts, werde ihr (noch mal) ganz deutlich, wie viel sie wisse&#8230; Da haben sich wohl an diesem Wochenende zwei gesucht und gefunden&#8230; <\/p>\n<p>Jetzt sitze ich hier vor 13 Seiten &#8222;Perlen der Weisheit von Arnina Kashtan&#8220; und habe damit wunderbares Futter f\u00fcr den Blog f\u00fcr die kommenden Tage. Ich bleibe dran, versprochen. Und f\u00fcr alle, die es irgendwie einrichten k\u00f6nnen, die dringende Empfehlung: Geht nach Berlin! <\/p>\n<p>So long! <\/p>\n<p>Ysabelle<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo, Welt! Dieses Wochenende habe ich auf einem Workshop von Arnina Kashtan verbracht, der von Matthias Albers organisiert wurde. Meine dringende Empfehlung: Wer das Geld zusammenkratzen kann und am kommenden Wochenende noch nicht gedatet ist: Fahrt nach Berlin, wo es einen zweiten Workshop zu diesem Thema gibt. 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