{"id":3952,"date":"2012-04-23T08:19:33","date_gmt":"2012-04-23T06:19:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.giraffenohren.com\/?p=3952"},"modified":"2012-04-23T08:19:33","modified_gmt":"2012-04-23T06:19:33","slug":"alle-haben-uberlebt-ich-auch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.giraffenohren.com\/?p=3952","title":{"rendered":"Alle haben \u00fcberlebt. Ich auch."},"content":{"rendered":"<p>Hallo, Welt!<br \/>\nAn diesem Wochenende fand also mein erster Volkshochschulkurs &#8222;Einf\u00fchrung in die Gewaltfreie Kommunikation\u201c statt. An dieser Stelle *D*A*N*K*E* an alle Freundinnen und Freunde, die das Manuskript Korrektur gelesen haben. Ich konnte viele hilfreiche \u00c4nderungen einf\u00fcgen. So fand Ursula einen Haufen &#8222;Neue Rechtschreibung&#8220;-Fehler, Ricarda entdeckte Formatierungspannen und Farbunterschiede in den Schriften und Friedrich fiel auf, dass ein wichtiges Kapitel gar keine \u00dcberschrift hatte. Huch!<br \/>\nIm Vorfeld ging so einiges schief. Unter anderem zerplatzte die Formatierung der Seminarmaterialien von Powerpoint in Pdf. Und sie zerplatzte zwischen Mac und Windoof. Alles noch mal formatieren, am anderen Rechner alle 14 Seiten checken. Und dann einmal falsch absichern und es noch mal machen&#8230; Zu guter Letzt starb mein Drucker am Freitagnachmittag und Freundin Steffi rannte um 17.35 Uhr in den n\u00e4chsten B\u00fcroartikel-Laden, um noch schnell 15 Handouts zu kopieren. Mein Seminarkonzept habe ich dann nachts um halb zw\u00f6lf in himmelblau und rosa ausgedruckt, schwarz verweigerte der Epson. <\/p>\n<p>Sonntagmorgen stellte ich dann w\u00e4hrend des Seminars fest, dass ich zwei Mal die gleiche \u00dcbung eingeplant hatte. Einmal haben wir sie Samstag Vormittag gemacht, dann aber doch besser Sonntagmittag weggelassen. Das kommt davon, wenn man diese letzten Kr\u00fcmel erst abends um elf zusammen tippt, nach einer arbeitsreichen Woche. Noch dazu in einem angelegten Formular, dessen Formatierung verschwindet. Und ich mir behelfe mit &#8222;sichern unter&#8220; und dann anscheinend nicht alles aus dem Formular vom Vortrag rausgel\u00f6scht habe. Oh ja, coole \u00dcbung, die machen wir&#8230; <\/p>\n<p>Mir war vorab mitgeteilt worden, dass der Kurs 16 Stunden umfasst. Also habe ich f\u00fcr 16 Stunden Unterricht vorbereitet und mich gewundert, wieso von 10-17 Uhr inkl. Mittagspause 8 Stunden sein sollen? Vielleicht stimmt was mit den Seminarunterlagen nicht? <\/p>\n<p>Ok, Unterrichtsstunden a 45 Minuten. Es waren dann also mal nur 12 Zeitstunden realer Unterricht. Also: Sachen weglassen. Schade!<\/p>\n<p>Ich bin verbl\u00fcfft festzustellen, dass die Menschen mit der Erwartung kommen, \u201eich mache ein Wochenend-Seminar und dann kann ich das\u201c. Ich mach das jetzt das sechste Jahr intensivst (ich w\u00fcsste nicht, wie man das noch intensiver machen kann), und ich behaupte nicht von mir, dass ich das kann. &#8222;I grow constantly  less stupid&#8220;, m\u00f6chte ich Marshall zitieren. <\/p>\n<p>Am Ende konnte ich dann vier R\u00fcckmeldungsb\u00f6gen einsammeln. Zumindest die Menschen, die die B\u00f6gen ausgef\u00fcllt haben, scheinen zufrieden zu sein. Was noch nicht so gut geklappt hat, war das Zeitkonzept f\u00fcr die Gruppenarbeiten. Die Gruppen waren zum Teil sehr unterschiedlich schnell. Und eine Gruppe hat am zweiten Tag tats\u00e4chlich eine halbe Stunde rumgesessen. Bei diesen teilweise intensiven Prozessen finde ich es schwierig, vier Gruppen gleichzeitig zu betreuen. Es braucht nur einer pro Gruppe mit seinem eigenen Beispiel zu k\u00e4mpfen und schon sind 10 Minuten um. Wenn ich dann in der zweiten Gruppe zu Hilfe komme, sind 20 Minuten um und die dritte Gruppe plauscht schon und st\u00f6bert per IPad im Internet. Im Nachhinein stellt sich heraus, dass die Aufgabe anders gel\u00f6st wurde als von mir erw\u00fcnscht. Anscheinend war ich nicht so klar in meiner Bitte, was gemacht werden soll. <\/p>\n<p>Insgesamt sind wir durch die vier Schritte gekommen, wir haben einen Haufen Interpretationsgef\u00fchle gemeinsam gesammelt und als Gruppe in Gef\u00fchle \u00fcbersetzt, wir haben die lebensentfremdende Kommunikation gestreift, wie Marshall sie benennt (Verantwortung leugnen, Schuld zuweisen, analysieren etc.). Ganz zum Schluss haben wir noch eine lustige Vier-Ohren-\u00dcbung gemacht. Zumindest gab es viel Gel\u00e4chter. Ich h\u00e4tte mir noch mehr Zeit f\u00fcr ein Spiel oder Nachfragen gew\u00fcnscht. Und \u00fcber die w\u00e4hrend des Seminars eingesammelten Selbstabwertungen h\u00e4tte ich auch gern noch mehr gesagt als nur den Hinweis, &#8222;das ist Wolf innen&#8220;.<br \/>\nIch bin gefragt worden, ob ich einen Fortgeschrittenen-Kurs anbiete. Und mehrere Leute haben nach der \u00dcbungsgruppe gefragt. Und jetzt bin ich einfach nur platt. <\/p>\n<p>Beim n\u00e4chsten derartigen Kurs w\u00fcrde ich gern mit jemandem zusammenarbeiten. Entweder das Seminar zu zweit anbieten oder eine Assistenz dabei haben. Und ich m\u00f6chte klarer mit meinen Zeitansagen f\u00fcr die Gruppenarbeit werden. Und ich m\u00f6chte die Aufgabenbeschreibung vorher wortw\u00f6rtlich aufschreiben, vielleicht sogar einen \u00dcbungsbogen dazu herausgeben, damit es nicht zu Irritationen und Missverst\u00e4ndnissen kommt. <\/p>\n<p>Jetzt aber erst mal verschnaufen.<br \/>\nDie vergangenen drei Monate waren eine Herausforderung. Ich bin zufrieden damit, wie ich sie gemeistert habe. Sicher geht es immer noch &#8222;besser&#8220;, aber ich bin zufrieden. Viele Dinge haben sich gekl\u00e4rt, viel hat sich bewegt. Jetzt kommt die Zeit, in der Dinge sacken d\u00fcrfen, Neues sich entfalten. Dienstag stelle ich mein Seminarkonzept bei einem anderen Bildungstr\u00e4ger vor. Und am 8. Mai habe ich ein Gespr\u00e4ch mit Simran K. Wester, von dem ich mir wunderbare neue Impulse verspreche. Und bis dahin einfach mal: Atmen. <\/p>\n<p>So long! <\/p>\n<p>Ysabelle<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo, Welt! An diesem Wochenende fand also mein erster Volkshochschulkurs &#8222;Einf\u00fchrung in die Gewaltfreie Kommunikation\u201c statt. An dieser Stelle *D*A*N*K*E* an alle Freundinnen und Freunde, die das Manuskript Korrektur gelesen haben. Ich konnte viele hilfreiche \u00c4nderungen einf\u00fcgen. 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