{"id":3788,"date":"2012-02-06T22:16:06","date_gmt":"2012-02-06T21:16:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.giraffenohren.com\/?p=3788"},"modified":"2012-02-06T22:16:06","modified_gmt":"2012-02-06T21:16:06","slug":"wertschatzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.giraffenohren.com\/?p=3788","title":{"rendered":"Wertsch\u00e4tzung"},"content":{"rendered":"<p>Hallo, Welt!<br \/>\nIn den Weiten des Web gibt es ja Geschichten, die einem immer wieder \u00fcber den Weg laufen. Diese hier k\u00f6nnte ein bisschen mit GfK zu tun haben, denn es geht um Wertsch\u00e4tzung. Heute hatte ich einen Termin beim Hausarzt und es ergab sich, dass ich Gelegenheit hatte, meine Wertsch\u00e4tzung auszudr\u00fccken. Der \u00fcberraschte und ber\u00fchrte Blick meines Gegen\u00fcbers war etwas ganz Besonderes, Kostbares f\u00fcr mich. Mir wurde geholfen, und das habe ich benannt. Eigentlich nichts Besonderes, oder? Im Medizin-Betrieb wohl doch&#8230; <\/p>\n<p>Aber hier folgt die Geschichte, die mir liebe Freunde vorhin per Mail schickten&#8230; <\/p>\n<p>So Long! <\/p>\n<p>Ysabelle<\/p>\n<p>Eine wunderscho\u0308ne Geschichte.<br \/>\nEines Tages bat eine Lehrerin ihre Schu\u0308ler, die Namen aller anderen Schu\u0308ler der Klasse auf ein Blatt Papier zu schreiben und ein wenig Platz neben den Namen zu lassen.<br \/>\nDann sagte sie zu den Schu\u0308lern, sie sollten u\u0308berlegen, was das Netteste ist, das sie u\u0308ber jeden ihrer Klassenkameraden sagen ko\u0308nnen und das sollten sie neben die Namen schreiben.<br \/>\nEs dauerte die ganze Stunde, bis jeder fertig war und bevor sie den Klassenraum verlie\u00dfen, gaben sie ihre Bla\u0308tter der Lehrerin.<br \/>\nAm Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schu\u0308lernamen auf ein Blatt Papier und daneben die Liste der netten Bemerkungen, die ihre Mitschu\u0308ler u\u0308ber den Einzelnen aufgeschrieben hatten.<br \/>\nAm Montag gab sie jedem Schu\u0308ler seine oder ihre Liste. Schon nach kurzer Zeit la\u0308chelten alle. &#8222;Wirklich?&#8220;, ho\u0308rte man flu\u0308stern.<br \/>\n&#8222;Ich wusste gar nicht, dass ich irgendjemandem was bedeute!&#8220; und &#8222;Ich wusste nicht, dass mich andere so mo\u0308gen&#8220;, waren die Kommentare.<br \/>\nNiemand erwa\u0308hnte danach die Listen wieder. Die Lehrerin wusste nicht, ob die Schu\u0308ler sie untereinander oder mit ihren Eltern diskutiert hatten, aber das machte nichts<br \/>\naus. Die U\u0308bung hatte ihren Zweck erfu\u0308llt. Die Schu\u0308ler waren glu\u0308cklich mit sich und mit den anderen.<br \/>\nEinige Jahre spa\u0308ter war einer der Schu\u0308ler gestorben und die Lehrerin ging zum Begra\u0308bnis dieses Schu\u0308lers. Die Kirche war u\u0308berfu\u0308llt mit<br \/>\nvielen Freunden. Einer nach dem anderen, der den jungen Mann geliebt oder gekannt hatte, ging am Sarg vorbei und erwies ihm die letzte Ehre.<br \/>\nDie Lehrerin ging als letzte und betete vor dem Sarg. Als sie dort stand, sagte einer der Anwesenden, die den Sarg<br \/>\ntrugen, zu ihr: &#8222;Waren Sie Marks Mathelehrerin?&#8220; Sie nickte: &#8222;Ja&#8220;. Dann sagte er: &#8222;Mark hat sehr oft von Ihnen gesprochen.&#8220; Nach dem Begra\u0308bnis waren die meisten von Marks fru\u0308heren Schulfreunden versammelt. Marks Eltern waren auch da und sie warteten offenbar sehnsu\u0308chtig darauf, mit der Lehrerin zu sprechen. &#8222;Wir wollen Ihnen etwas zeigen&#8220;, sagte der Vater und zog eine Geldbo\u0308rse aus seiner Tasche. &#8222;Das wurde gefunden, als Mark verunglu\u0308ckt ist. Wir dachten, Sie wu\u0308rden es erkennen.&#8220; Aus der Geldbo\u0308rse zog er ein stark abgenutztes Blatt, das offensichtlich zusammengeklebt, viele Male gefaltet und auseinander gefaltet worden war. Die Lehrerin wusste ohne hinzusehen, dass dies eines der Bla\u0308tter war, auf denen die netten Dinge standen, die seine Klassenkameraden u\u0308ber Mark geschrieben hatten. &#8222;Wir mo\u0308chten Ihnen so sehr dafu\u0308r danken, dass Sie das gemacht haben&#8220;, sagte Marks Mutter. &#8222;Wie Sie sehen ko\u0308nnen, hat Mark das sehr gescha\u0308tzt.&#8220;<br \/>\nAlle fru\u0308heren Schu\u0308ler versammelten sich um die Lehrerin. Charlie la\u0308chelte ein bisschen und sagte: &#8222;Ich habe meine Liste auch noch. Sie ist in der obersten Schublade in meinem Schreibtisch&#8220;. Die Frau von<br \/>\nHeinz sagte: &#8222;Heinz bat mich, die Liste in unser Hochzeitsalbum zu kleben.&#8220; &#8222;Ich habe meine auch noch&#8220;, sagte Monika. &#8222;Sie ist in meinem<br \/>\nTagebuch.&#8220; Dann griff Irene, eine andere Mitschu\u0308lerin, in ihren Taschenkalender und zeigte ihre abgegriffene und ausgefranste Liste den anderen. &#8222;Ich trage sie immer bei mir&#8220;, sagte Irene und meinte dann: &#8222;Ich glaube, wir haben alle die Listen aufbewahrt.&#8220; Die Lehrerin war so geru\u0308hrt, dass sie sich setzen musste und weinte. Sie weinte um Mark und fu\u0308r alle seine Freunde, die ihn nie mehr sehen wu\u0308rden.<br \/>\nIm Zusammenleben mit unseren Mitmenschen vergessen wir oft, dass jedes Leben eines Tages endet und dass wir nicht wissen, wann dieser Tag sein wird.<br \/>\nDeshalb sollte man den Menschen, die man<br \/>\nliebt und um die man sich sorgt, sagen, dass sie etwas Besonderes und Wichtiges sind. Sag es ihnen, bevor es zu spa\u0308t ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo, Welt! In den Weiten des Web gibt es ja Geschichten, die einem immer wieder \u00fcber den Weg laufen. Diese hier k\u00f6nnte ein bisschen mit GfK zu tun haben, denn es geht um Wertsch\u00e4tzung. Heute hatte ich einen Termin beim Hausarzt und es ergab sich, dass ich Gelegenheit hatte, meine Wertsch\u00e4tzung auszudr\u00fccken. 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