{"id":3140,"date":"2011-07-21T20:52:45","date_gmt":"2011-07-21T18:52:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.giraffenohren.com\/?p=3140"},"modified":"2011-07-21T20:55:17","modified_gmt":"2011-07-21T18:55:17","slug":"besser-gut-geklaut-babys-teilen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.giraffenohren.com\/?p=3140","title":{"rendered":"Besser gut geklaut&#8230; Babys teilen gern!"},"content":{"rendered":"<p>Heute entdeckte ich im <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wissen\/mensch\/verhaltensforschung-erst-wird-geholfen-dann-geteilt-1708406.html\">Stern online<\/a> einen Artikel, der mich schwer beeindruckt hat. Gleichzeitig dachte ich, dar\u00fcber hast du doch schon mal geschrieben&#8230;??? Ich sch\u00e4tze, ich dachte dabei an <a href=\"https:\/\/www.giraffenohren.com\/?p=1091\">diesen Artikel <\/a>hier aus dem Blog. Das Thema ist \u00e4hnlich, aber es scheint um einen anderen Versuch zu gehen. \ud83d\ude09<br \/>\nBevor die Zeilen wieder im Nirwana verschwinden, hier der Artikel aus dem Stern, der mir so wichtig ist.<br \/>\n<strong><br \/>\nVerhaltensforschung: Erst wird geholfen, dann geteilt<\/strong><\/p>\n<p><em>Hilfst Du mir, helf ich dir: Das gilt schon f\u00fcr Kleinkinder. Sie teilen ihre Spielsachen umso lieber mit anderen Kindern, wenn die ihnen vorher geholfen haben. Schimpansen machen diesen Unterschied nicht.<\/em><\/p>\n<p>Schon bei Dreij\u00e4hrigen beobachten Forscher, dass sie beim Teilen gerecht vorgehen: Anderen Kindern geben sie eher etwas von ihrem Spielzeug ab, wenn diese ihnen zuvor geholfen haben, es zu ergattern. Wer sie nicht unterst\u00fctzte, ging auch leer aus, berichten Wissenschaftler um Katharina Hamann vom Max-Planck-Institut f\u00fcr Evolution\u00e4re Anthropologie in Leipzig.<\/p>\n<p>Es handelt sich offenbar um ein zutiefst menschliches Verhalten, denn Schimpansen machen diesen Unterschied nicht, schreiben die Forscher im Fachblatt &#8222;Nature&#8220;. Das deute darauf hin, dass es sich hierbei um ein Erbe unserer Vorfahren handeln k\u00f6nnte, die gelernt hatten, nach der gemeinsamen Nahrungssuche ihre Beute untereinander gerecht aufzuteilen. Zwar machen auch Schimpansen manchmal in Gruppen gemeinsame Jagd auf andere Affen. Ihre Beute teilen sie anschlie\u00dfend aber nicht friedlich untereinander auf. Vielmehr werden sie durch aggressive Artgenossen dazu gen\u00f6tigt, etwas abzugeben.<br \/>\nJe \u00e4lter, desto gerechter<\/p>\n<p>Menschenkinder hingegen teilen schon fr\u00fch mit anderen Altersgenossen, schreiben die Forscher. Je \u00e4lter sie werden, desto gerechter gehen sie dabei vor. Unerforscht war bisher, inwieweit dieses Verhalten angeboren ist oder durch Erziehung erlernt wird. Ebenfalls unklar war, ob kleine Kinder gerechter teilen, wenn die &#8222;Beute&#8220; das Ergebnis einer vorherigen Zusammenarbeit ist.<\/p>\n<p>Um dies zu untersuchen, f\u00fchrten die Forscher verschiedene Experimente mit Kleinkindern durch. In einem Versuch waren zum Beispiel jeweils zwei Kinder im Alter von zwei bis drei Jahren allein in einem Raum. Dort fanden sie ein l\u00e4ngliches Brett, an dessen Enden jeweils ein Seil befestigt war. Auf dem Brett lagen ebenfalls an beiden Enden jeweils zwei kleine Spielzeuge.<\/p>\n<p>Die Kinder wussten aus vorherigen Experimenten, dass sie gemeinsam an den Seilenden ziehen mussten, um die Spielzeuge in ihre Reichweite zu holen. Sobald sie das taten, rutschte allerdings ein Spielzeug von einer Seite auf die andere, sodass eines der beiden Kinder schlie\u00dflich drei Spielzeuge nehmen konnte. Das andere bekam nur eins. W\u00fcrde der Gl\u00fcckspilz nun eins seiner Spielzeuge abgeben, so dass beide Kinder zwei haben w\u00fcrden?<\/p>\n<p>In einem Kontrollversuch waren die Spielzeuge bereits beim Betreten des Raumes nach dem 3-zu-1-Muster verteilt. Die Kinder mussten f\u00fcr die Belohnung nicht gemeinsam etwas leisten. Das Ergebnis: Die Kinder gaben tats\u00e4chlich von ihrem Besitz ab, um das Missverh\u00e4ltnis auszugleichen &#8211; und zwar deutlich h\u00e4ufiger, wenn sie vorher zusammengearbeitet hatten, um an die Spielsachen zu gelangen. Sp\u00e4testens mit drei Jahren haben Kinder ein Gesp\u00fcr f\u00fcr gerechtes Teilen entwickelt und belohnen die Zusammenarbeit, schlussfolgern die Forscher.<br \/>\nPrimaten denken erst an sich<\/p>\n<p>In \u00e4hnlichen Experimenten untersuchten die Wissenschaftler auch das Verhalten von Schimpansen. Dabei zeigte sich, dass die Primaten grunds\u00e4tzlich eher an sich denken und ihr Futter nicht freiwillig mit anderen teilen. Dabei spielte es keine Rolle, ob sie zuf\u00e4llig an das Futter gekommen waren oder ob ihnen ein Artgenosse geholfen hatte, es zu erlangen.<\/p>\n<p>Bei den Menschen hat sich das gerechte Teilen dagegen als \u00dcberlebensstrategie entwickelt: Eine gemeinsame Nahrungssuche erfordert naturgem\u00e4\u00df einen Partner. Artgenossen, die eine gemeinsam erzielte Beute nicht teilten, w\u00fcrden k\u00fcnftig keine Partner mehr finden. Auf diese Weise habe sich das gerechte Teilen im Verlauf der Evolution wom\u00f6glich durchgesetzt, erl\u00e4utern die Wissenschaftler.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute entdeckte ich im Stern online einen Artikel, der mich schwer beeindruckt hat. Gleichzeitig dachte ich, dar\u00fcber hast du doch schon mal geschrieben&#8230;??? Ich sch\u00e4tze, ich dachte dabei an diesen Artikel hier aus dem Blog. 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