{"id":2994,"date":"2011-04-11T22:08:29","date_gmt":"2011-04-11T20:08:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.giraffenohren.com\/?p=2994"},"modified":"2011-04-11T22:10:00","modified_gmt":"2011-04-11T20:10:00","slug":"rundum-schon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.giraffenohren.com\/?p=2994","title":{"rendered":"Rundum sch\u00f6n&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Neulich legte mir ein Kollege eine Zeitungsmeldung auf den Tisch und meinte, \u201evielleicht kannst du damit was anfangen. Ich habe dem Thema ein wenig nachgesp\u00fcrt und schlie\u00dflich beim <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/ernaehrung\/news\/uebergewicht-fremdbild-beeinflusst-das-selbstbild_aid_613643.html\">Focus<\/a> folgende, wie ich finde, spannende Geschichte gefunden.<br \/>\nVielleicht habt Ihr Lust, mit mir dar\u00fcber zu diskutieren. <\/p>\n<p>Die wissenschaftliche Grundlage zu dem Thema gibt es <a href=\"http:\/\/www.psycontent.com\/content\/j7726880844038t1\/\">hier<\/a>. <\/p>\n<p>\u00dcbrigens &#8211; ich wiege 72 Kilo. <\/p>\n<p>So long&#8230; <\/p>\n<p>Ysabelle<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>\u00dcbergewicht<\/em><br \/>\n<strong><br \/>\nFremdbild beeinflusst das Selbstbild<\/strong><\/p>\n<p>Warum sich schlanke Frauen in ihrer Haut nicht wohl f\u00fchlen, \u00dcbergewichtige dagegen rundum zufrieden mit sich sind, liegt mit daran, welches Feedback sie von der Umwelt auf ihren K\u00f6rper erhalten.<br \/>\nEigentlich sprechen die Waage und der Spiegel die deutlichste Sprache. Dennoch ist es f\u00fcr Frauen weniger der eigene Blick auf den K\u00f6rper, der das Selbstbild bestimmt, als vielmehr das Bild, das ihnen durch die Reaktion ihrer Umwelt widergespiegelt wird. Der gr\u00f6\u00dfte Einfluss kommt dabei nat\u00fcrlich besonders nahestehenden Menschen zu.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite sind Frauen aber sehr gut in der Lage, auf ihre innere Stimme zu h\u00f6ren, was ihrem K\u00f6rper gut tut und was nicht. Das gelingt ihnen umso besser, je positiver die Signale sind, die sie von au\u00dfen empfangen. In diesen F\u00e4llen richtet sich der Fokus zunehmend weg von der eigenen Optik hin zur Gesundheit des K\u00f6rpers. In der Folge steigt ihre Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr sich selbst an. Je h\u00f6her die Wertsch\u00e4tzung, desto besser ist das Bewusstsein f\u00fcr das eigene Hunger- und S\u00e4ttigungsgef\u00fchl. Frustessen oder Essen, ohne hungrig zu sein, werden seltener. Das zeigt eine Studie von Forschern der Ohio State University, die im \u201eJournal of Counseling Psychology\u201c erschienen ist.<\/p>\n<p>Die H\u00e4lfte aller Frauen mag ihren K\u00f6rper<br \/>\nAndere Studien hatten gezeigt, dass 50 Prozent der Frauen ihren K\u00f6rper in Ordnung finden. Die aktuelle Studie von Tracy Tylka und Kollegen sollte nun ergr\u00fcnden, wieso einige Frauen zu einer gelassenen Einstellung finden, w\u00e4hrend andere dauerhaft unzufrieden sind.<\/p>\n<p>Dazu erstellte sie ein sogenanntes Akzeptanz-Modell anhand von Angaben von Frauen im College-Alter. Darin enthalten sind Faktoren, die beeinflussen, ob Frauen ihre K\u00f6rper sch\u00e4tzen und dementsprechend vern\u00fcnftig essen. Dieses Modell weitete Tracy Tylka f\u00fcr die Studie auf Frauen zwischen 18 und 65 aus. Die 801 Teilnehmerinnen ordnete sie drei Gruppen zu: junge Frauen zwischen 18 und 25, Frauen zwischen 26 und 39 und Frauen zwischen 40 und 65.<\/p>\n<p>Positives Feedback f\u00fcr ein st\u00e4rkeres Ego<br \/>\nAlle wurden dazu befragt, wie gut sie sich sozial angenommen f\u00fchlten, ob sie glaubten, ihnen nahestehende Menschen, die Gesellschaft oder die Medien akzeptierten ihren K\u00f6rper, wie wichtig es ihnen war, dass ihr K\u00f6rper gut funktioniert, wie sie ihren K\u00f6rper selbst empfanden und ob sie intuitiv essen.<\/p>\n<p>Insgesamt waren die Wege zur Wertsch\u00e4tzung des eigenen K\u00f6rpers und zu intuitivem, gesundem Essverhalten f\u00fcr alle Altersgruppen gleich. Frauen, die sich sozial geborgen f\u00fchlten, gingen eher davon aus, dass andere ihren K\u00f6rper akzeptierten \u2013 mit allen positiven Folgen wie einem ges\u00fcnderen Essverhalten und einer ausgeglicheneren Einstellung zu sich selbst.<\/p>\n<p>\u00c4ltere leiden eher unter \u00dcbergewicht<br \/>\nTeilnehmerinnen der \u00e4lteren Gruppen litten st\u00e4rker unter ihrem \u00dcbergewicht als j\u00fcngere. F\u00fcr Frauen zwischen 26 und 39 lag der Fokus dagegen eher auf der Gesundheit des K\u00f6rpers. \u201eWir haben \u00fcberlegt, ob junge Erwachsene im fortpflanzungsf\u00e4higen Alter eher auf ihren K\u00f6rper als ihre Figur achten, auch im Hinblick auf Nachwuchs. Danach nimmt diese Wertsch\u00e4tzung aber wieder ab\u201c, sagt Tracy Tylka.<\/p>\n<p>Der Body-Mass-Index beeinflusste das Essverhalten in den zwei \u00e4lteren Frauengruppen \u2013 sie a\u00dfen seltener analog ihres Hungergef\u00fchls, sondern orientierten sich an Kalorientabellen. \u201eDas k\u00f6nnten bedeuten, dass dickere Menschen sich durch andere unter Druck gesetzt f\u00fchlen, abzunehmen. Deshalb setzen sie sich auf Di\u00e4t und h\u00f6ren nicht mehr auf ihre innere Stimme\u201c, mutma\u00dft Tracy Tylka. \u201eM\u00f6glicherweise beginnen diese Frauen mit der Zeit, ihrem K\u00f6rper zu misstrauen, auch im Hinblick darauf, ob sie Hunger haben oder satt sind.\u201c Die j\u00fcngeren Frauen zeigten keinen Zusammenhang zwischen BMI und Essverhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neulich legte mir ein Kollege eine Zeitungsmeldung auf den Tisch und meinte, \u201evielleicht kannst du damit was anfangen. 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