{"id":2899,"date":"2011-02-22T20:52:47","date_gmt":"2011-02-22T19:52:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.giraffenohren.com\/?p=2899"},"modified":"2011-02-22T21:02:25","modified_gmt":"2011-02-22T20:02:25","slug":"ein-podcast-zum-thema-empathie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.giraffenohren.com\/?p=2899","title":{"rendered":"Ein Podcast zum Thema Empathie"},"content":{"rendered":"<p>Hallo, Welt!<br \/>\nIch bin ein gro\u00dfer Fan der Reihe \u201eFunkkolleg\u201c im Hessischen Rundfunk. Abends h\u00f6re ich gern einen Podcast und besonders gern zu Themen aus dem Bereich der Psychologie. <\/p>\n<p>Empfehlen m\u00f6chte ich diesen Beitrag \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/specials\/wissen\/index.jsp?jmpage=1&#038;rubrik=40214&#038;mediakey=wissensportal\/audios\/funkkolleg_psychologie-12_2456&#038;type=a&#038;jm=1&#038;key=standard_document_36172406\">Empathie<\/a><br \/>\n (hinter dem Link ist der 25-Minuten-Vortrag). <\/p>\n<p>Viel Spa\u00df beim Lesen und H\u00f6ren! <\/p>\n<p>So long! <\/p>\n<p>Ysabelle<\/p>\n<p><strong>12. Die Schl\u00fcsselrolle der Empathie<\/strong><\/p>\n<p>Ohne Empathie g\u00e4be es kein Verst\u00e4ndnis, keine Hilfsbereitschaft, keine N\u00e4he zwischen Menschen.<br \/>\nEmpathie ist ein zentraler Teil menschlicher Beziehungskunst. Sie geh\u00f6rt zu unserer genetischen Ausstattung, ist also ein naturgegebenes Geschenk. Ohne Empathie g\u00e4be es kein Verst\u00e4ndnis, keine Hilfsbereitschaft, keine N\u00e4he zwischen Menschen.<br \/>\nAudio: Die Schl\u00fcsselrolle der Empathie &#8211; Der Beitrag zum Nachh\u00f6ren 24:56 Min<br \/>\n(\u00a9 hr 2008)<br \/>\n<em>Hintergrund<\/em><br \/>\nDie F\u00e4higkeit, sich in andere einzuf\u00fchlen, wird Empathie genannt: Wer einf\u00fchlsam ist, nimmt wahr, was im anderen vor sich geht. Er versteht, was den anderen bewegt, warum er so spricht und sich so verh\u00e4lt, wie er das tut.<\/p>\n<p>Empathie ist ein seelisches Potential, das dem Menschen zu eigen ist. Wir leiden mit, wenn ein nahestehender Mensch Kummer oder Schmerzen hat. Ist jemand in Not, haben wir oft spontan das Bed\u00fcrfnis zu helfen. Wer leidet, braucht meist keine gro\u00dfen Worte, sondern vor allem das Gef\u00fchl: Jemand ist da, h\u00f6rt zu, f\u00fchlt mit und versteht mich.<\/p>\n<p>Empathie ist ein zentraler Teil menschlicher Beziehungskunst. Sie geh\u00f6rt zu unserer genetischen Ausstattung, ist also ein naturgegebenes Geschenk. Ohne Empathie g\u00e4be es kein Verst\u00e4ndnis, keine Solidarit\u00e4t, keine Hilfsbereitschaft, keine N\u00e4he zwischen Menschen. Unser Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen bef\u00e4higt uns, am Leben anderer teilzuhaben, uns zu entwickeln und im Austausch mit anderen \u00fcber uns selbst hinauszuwachsen. Die F\u00e4higkeit, Empathie so auszudr\u00fccken, dass sie von anderen als angemessen und angenehm empfunden wird, soll eines der Geheimnisse einer sympathischer Ausstrahlung sein.<\/p>\n<p><em>Die biologische Basis der Empathie<\/em><\/p>\n<p>Die empathische Teilnahme am Leid eines anderen f\u00fchrt nicht automatisch zu Mitgef\u00fchl. Je besser einer sich in die Innenwelt seiner Mitmenschen hinein versetzen kann, desto leichter kann er andere auch manipulieren und ausnutzen. So f\u00fchlt der Missg\u00fcnstige sich in das Gl\u00fcck eines anderen ein und reagiert mit Neid.<br \/>\nEs gibt ein zu wenig und auch ein zu viel an Empathie. Menschen im psychotischen Wahn versetzen sich zu stark in andere hinein. Wer am Borderline-Syndrom oder an einer narzisstischen St\u00f6rung leidet, ist oft wenig empathief\u00e4hig. Dass wir nachempfinden k\u00f6nnen, was ein anderer f\u00fchlt, denkt oder beabsichtigt, gilt als eine Meisterleistung unseres Gehirns. Unser Gehirn ist f\u00e4hig, mit der Mimik, der Gestik und der K\u00f6rperhaltung eines anderen in Resonanz zu treten und so die Zeichen der Angst, der Freude oder des Ekels zu ersp\u00fcren. Dank eines komplizierten neuronalen Netzwerkes erkennt das Gehirn den Gesichtsausdruck. Es gleicht diesen mit eigenen Erfahrungen ab und ruft automatisch eine emotionale Reaktion hervor.<\/p>\n<p>Im neuronalen Netzwerk, das f\u00fcr die soziale Wahrnehmung zust\u00e4ndig ist, spielen sogenannte Spiegelneurone eine Schl\u00fcsselrolle. Die Spiegelneurone wurde 1996 von einer italienischer Forschergruppe um den Neurophysiologen Giacomo Rizzolatti an der Universit\u00e4t Parma entdeckt. Spiegelneurone, die zun\u00e4chst in der Gro\u00dfhirn-rinde von Rhesusaffen gefunden und dann auch beim Menschen nachgewiesen wurden, gelten als die biologische Basis der Empathie.<\/p>\n<p><em>Gef\u00fchlsansteckung: Babys f\u00fchlen instinktiv mit<\/em><br \/>\nMenschen kommen mit der F\u00e4higkeit zur Empathie auf die Welt. Doch dieses Potenzial muss gef\u00f6rdert werden, damit es sich entfalten kann. Der Lernprozess beginnt schon im Mutterleib, wenn das Ungeborene die Gef\u00fchlsregungen der Mutter wahrnimmt &#8211; wenn es sp\u00fcrt, dass die Mutter aufgeregt ist, sich freut oder sich Sorgen macht. Am Anfang des Lebens ist Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen die rein instinktive F\u00e4higkeit, mit dem K\u00f6rper der Mutter mitzuschwingen. Diese Gabe entwickelt sich schrittweise immer weiter. Kinder m\u00fcssen lernen zu ersp\u00fcren, wie es dem anderen geht. Sie k\u00f6nnen ihre Gef\u00fchlswelt nur ausbilden, wenn sie sich mit ihren Gef\u00fchlen im Spiegel der Mutter wiedererkennen. Babys f\u00fchlen noch sehr instinktiv mit. Wenn ein anderes Kind weint, heulen sie einfach mit. Wissenschaftler nennen das Gef\u00fchlsansteckung, noch nicht Empathie. Der Mechanismus der Gef\u00fchlsansteckung gilt als die emotionale Basis, aus der heraus sich zwischen dem 14. bis 18. Lebensmonat die Empathie entwickelt.<\/p>\n<p><em>Emphatie kann geschult werden<\/em><br \/>\nExperten vermuten, dass in unserer Gesellschaft die Zahl der Menschen zunimmt, die nicht in der Lage oder nicht willens sind, sich in andere hineinzuversetzen. Bei vielen ist das Potenzial, sich in andere einzuf\u00fchlen, jedoch nicht verschwunden, sondern nur versch\u00fcttet. Es ist \u00fcberdeckt von Emotionen wie Angst, Wut oder Trauer. In vielen F\u00e4llen kann eine psychotherapeutische Behandlung helfen, das Gef\u00fchl f\u00fcr sich selbst und f\u00fcr andere wieder zu entdecken. Ist das Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen grunds\u00e4tzlich vorhanden, lasse es sich auch trainieren, erkl\u00e4rt der K\u00f6lner Psychiater Kai Vogeley. Anders bei Autisten, da lasse sich die Empathie vermutlich nicht trainieren. F\u00fcr autistische Kinder und Jugendliche gibt es jedoch mittlerweile Therapieprogramme, die helfen sollen, das Verhaltensrepertoire zu erweitern. F\u00fcr Erwachsene werden solche Trainingsprogramme gerade entwickelt.<\/p>\n<p>Von Lisa Laurenz <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo, Welt! Ich bin ein gro\u00dfer Fan der Reihe \u201eFunkkolleg\u201c im Hessischen Rundfunk. Abends h\u00f6re ich gern einen Podcast und besonders gern zu Themen aus dem Bereich der Psychologie. Empfehlen m\u00f6chte ich diesen Beitrag \u00fcber Empathie (hinter dem Link ist der 25-Minuten-Vortrag). Viel Spa\u00df beim Lesen und H\u00f6ren! So long! Ysabelle 12. 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