{"id":1263,"date":"2010-05-10T00:04:03","date_gmt":"2010-05-09T22:04:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gewaltfrei-im-norden.de\/blog\/?p=1263"},"modified":"2010-05-09T23:51:27","modified_gmt":"2010-05-09T21:51:27","slug":"geschwatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.giraffenohren.com\/?p=1263","title":{"rendered":"Geschw\u00e4tz"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wolf Schneider kritisiert &#8222;trauriges Geschw\u00e4tz&#8220; in Blogs<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Der einzige Vorteil von Twitter: Man kann nicht so viel Geschw\u00e4tz verbreiten wie per Blog&#8220;, sagte der Sprachkritiker weiter.<\/p>\n<p>Berlin (ddp). Sprachkritiker Wolf Schneider hat keine hohe Meinung von Blogs. &#8222;Drei Viertel dessen, was dort produziert wird, ist trauriges Geschw\u00e4tz&#8220;, sagte der 84-J\u00e4hrige dem &#8222;Tagesspiegel&#8220; (Mittwochausgabe). &#8222;Geschw\u00e4tz, weil es wenig Substanz hat, und traurig, weil die meisten doch wohl gelesen werden wollen&#8220;, f\u00fcgte der Journalist hinzu. Er habe Mitleid mit denen, die sich mitteilen wollten und so gar keine Ahnung davon h\u00e4tten, wie man das mache.<br \/>\n<em>Per Mail aus einer Vorab-Information<\/em> <\/p>\n<p>Hallo, Welt!<\/p>\n<p>Wie geht es mir mit diesen Aussagen von Wolf Schneider? Er spielt wieder mal in meine Schw\u00e4che. Es gibt ein wunderbares Buch, das mein Leben sehr bereichert hat: <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Befreiung-vom-inneren-Richter-Intelligenz\/dp\/3933496047\/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1273440361&#038;sr=1-1\">Befreiung vom inneren Richter<\/a> von Byron Brown. Und daran musste ich denken, als ich die Zeilen von Schneider las. In mir gibt es einen Anteil, der meine Blog-Aktivit\u00e4ten sehr kritisch sieht. Er sagt solche Sachen wie: <em>Wenn dein Blog gut w\u00e4re, h\u00e4tten ihn andere schon verlinkt. Und das ist nicht der Fall. Es kommen ja auch kaum Kommentare, und wenn der Oliver so einen klugen Kommentar schreibt, f\u00e4llt dir nicht mal was dazu ein. Dieser Blog ist tot! <\/em>Mein innerer Richter m\u00f6chte am liebsten, dass ich jeden Tag eine anspruchsvolle Tagesmeditation hinkriege. Und andere Beitr\u00e4ge z\u00e4hlen f\u00fcr ihn sowieso nicht. <em>&#8222;Das ist ein ernstes Gesch\u00e4ft, und du nimmst das nicht ernst genug!&#8220;<\/em>, sagt er.<br \/>\nZum Gl\u00fcck bin ich nach ein paar Jahren GfK in der Lage, diesem Teil zuzuh\u00f6ren und ihm Einf\u00fchlung zu geben. Aber wenn er solche Bemerkungen wie die von dem von mir aus fachlichen Gr\u00fcnden sehr verehrten Wolf Schneider finde, bekommt dieser Richteranteil neue Munition. <\/p>\n<p>Doch es gibt auch andere Stimmen. Eine liebe Freundin sagte heute, gerade die Tagesmeditation &#8222;Bittsteller&#8220; h\u00e4tte ihr sinnvolle Anregung gegeben. Ein GfK-Freund erz\u00e4hlte, in einer schlaflosen Nacht w\u00e4re er zum Lachen vorbeigekommen und h\u00e4tte sich die Filmchen angesehen, die ich zusammengetragen habe. 859 verschiedene Menschen waren inzwischen auf dem Blog, und seit Bestehen Ende Januar hat es \u00fcber 4000 Zugriffe gegeben. Und ich m\u00f6chte mich daran erinnern, wie viel Freude es mir immer wieder macht, neue Themen auszugraben und hier einzustellen. Es ist also meine Entscheidung, welcher Stimme ich mehr Geh\u00f6r schenke: Der, die mich mahnt, oder der, die Freude und Bereicherung beim Bloggen empfindet. Dazu gibt es eine kleine Geschichte, die gut zum Thema passt, wie ich finde&#8230; <\/p>\n<p><em><br \/>\nEin \u00e4lterer Mann von den Cherokee-Ureinwohnern Amerikas belehrte seine Enkelkinder \u00fcber das Leben. Er sagte zu ihnen: \u00bbEin Kampf findet in meinem Inneren statt. Es ist ein f\u00fcrchterlicher Kampf. Da k\u00e4mpfen zwei W\u00f6lfe miteinander. Ein Wolf repr\u00e4sentiert Furcht, \u00c4rger, Neid, Sorgen, Bedauern, Gier, Arroganz, Selbstmitleid, Schuld, Vorurteile, Minderwertigkeit, L\u00fcgen, Stolz und \u00dcberheblichkeit.<\/p>\n<p>Der andere Wolf steht f\u00fcr Freude, Frieden, Liebe, Hoffnung, Anteilnahme, Gelassenheit, Menschlichkeit, Freundlichkeit, Wohlwollen, Freundschaft, Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen, Gro\u00dfz\u00fcgigkeit, Wahrheit, Mitgef\u00fchl und Vertrauen. Derselbe Kampf findet auch in dir und in allen anderen Menschen statt.\u00ab<\/p>\n<p>Die Kinder dachten dar\u00fcber nach. Dann fragte eines von ihnen den Gro\u00dfvater:<br \/>\n\u00bbUnd welcher Wolf wird gewinnen?\u00ab<\/p>\n<p>Der alte Cherokee antwortete:<br \/>\n\u00bbEs wird der gewinnen, den ich f\u00fcttere<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Ich werde auf die Stimme h\u00f6ren, die mich ermutigt und mich mit der Freude in Verbindung bringt. Und Herrn Schneider werde ich bei n\u00e4chster Gelegenheit Einf\u00fchlung geben. Versprochen! <\/p>\n<p>So long! <\/p>\n<p>Ysabelle<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wolf Schneider kritisiert &#8222;trauriges Geschw\u00e4tz&#8220; in Blogs &#8222;Der einzige Vorteil von Twitter: Man kann nicht so viel Geschw\u00e4tz verbreiten wie per Blog&#8220;, sagte der Sprachkritiker weiter. Berlin (ddp). 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