Ich hätte gern ein Paar Giraffenohren!

Unterwegs mit gewaltfreier Kommunikation – von Ysabelle Wolfe

Mizwa – Bitten als Geschenk

Hallo, Welt!
Hier ein Posting, das ich aus dem Forum „Gewaltfrei im Norden“ geklaut habe. Die Info passt so gut zum Thema „Sorgen als Geschenk“, dass ich nicht widerstehen konnte.

So long!

Ysabelle

In den IIT-CD’s von Marshall Rosenberg kommt neben dem Wort Memnoon (arabisch sinngemäß für: es ist mir eine Ehre und Freude, dies für Dich tun zu dürfen) auch der Begriff Mizwa für die gleiche Sache vor. Hier der Versuch, mich Mizwa zu nähern. Ergänzungen sind sehr willkommen.

Von der Homepage
http://www.mizwa.de/mizwa.html

G-tt gab uns Gebote, die Ihm lieb sind und die essentiell sind für Seinen ewigen Weltenplan. Wenn wir eine Mizwa (ein Gebot) ausüben, tun wir etwas für Ihn. Etwas das Er unendlich wünscht, das Ihn in Ewigkeit berührt.

Wir dienen Ihm, anstatt anzustreben, dass wir von Ihm bedient werden. Die Gelegenheit zu dienen bietet einen Ausweg aus dem Narzismus indem sie uns über uns selbst hinausträgt. Das Wesentliche ist nun die Tat, nicht die Person. Ist die Tat gut? Das ist die Frage. Ist sie richtig? Auch wenn ich nicht zur Gänze gut bin, kann ich das wahrhaft Gute tun. Wenn du eine Mizwa machst, ist das gut, unabhängig davon, wer oder was du sonst bist. Diese garantierte Gelegenheit bringt wirkliche Freude ins Leben. Daher heisst es „Diene G-tt mit Freude“, denn Dienen ist hier das einzige Mittel zur Freude. <...> Nicht weniger signifikant ist die Tatsache, dass wir geboren sind für diese Mizwot. G-tt hat uns für dieses Projekt geschaffen. Es ist daher gerade unser wahrstes „Selbst“, das die Mizwot ausübt, und nicht etwa Selbstverleugnung.

Die Homepage schreibt nicht „Gott“, sondern statt des o einen Bindestrich. Ich finde es verwirrend, aber um der Authentizität willen lasse ich es so.

Wikipedia vermeldet:

Mitzwa

Eine Mitzwa (so die sefardische Aussprache; aschkenasisch Mitzwo, hebr. מצוה; Mehrzahl: sefardisch Mitzwot, aschkenasisch Mitzwauss oder Mitzwojss) ist ein Gebot im Judentum, welches entweder in der Tora genannt wird oder von den Rabbinern festgelegt wurde.

Auf dieser sehr ansprechend gemachten Homepage gibt es Mizwa-Minuten, auf denen man güt die einzelnen Mizwas kennen lernen kann

http://www.de.chabad.org/library/article_cdo/aid/834627/jewish/Mizwa-Minuten.htm

Da geht es unter anderem um Gastfreundschaft, Wohltätigkeit und Nächstenliebe.

Die Seite scheint mir ganz spannend, um mehr über das Judentum und die Glaubensgrundsätze kennen zu lernen.
Unter anderem sind die zehn Grund-Mizwa (?) aufgezählt, hier ein Ausschnitt:

Als eine Verbindung zwischen G-tt und den Menschen – als eine Brücke zwischen dem Schöpfer und seiner Schöpfung – hat eine Mizwa eine kosmische Bedeutung. Sie ist eine Tat von unendlichem Wert. Der Rebbe zitierte oft Maimonides: „Eine einzelne Person, wenn sie auch nur eine Mizwa tut, kann es schaffen, die gesamte Welt zur Erlösung zu bringen.“

Deshalb erging sein Ruf an alle Juden: Selbst wenn du nicht vollständig ein Leben nach der Tora lebst, – tu trotzdem etwas. Starte mit irgendeiner Mizwa! Der Wert deiner Tat wird nicht geschmälert, nur weil du eine andere Mizwa nicht erfüllst.

Der Rebbe schlug zehn mögliche “Mizwot für Anfänger” vor. Sie sind zugleich Grundsätze der Tora, geradezu ideal für Menschen, die zum ersten Mal mit Mizwot in Berührung kommen.

<...>

5. Zedaka (Wohltätigkeit)
Geben Sie täglich Zedaka (kleine Spende). Wenn Sie Bedürftigen geben, sind Sie G-ttes Gesandter und erhalten seine Schöpfung am Leben. Ihr Zuhause gleicht einem Klassenraum. Denn wenn Sie dort eine „Puschka“ (Spendenbox) aufbewahren und täglich ein paar Münzen hineinstecken, lehren Sie Ihre Kinder den noblen Wert regelmäßigen Gebens.

Marshall sagt, in den verschiedenen Kulturen sind ca. acht Prozent der Bevölkerung solch einem Konzept wie Mizwa oder Memnoon verpflichtet, dies ließe sich statistisch nachweisen.

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