Ich hätte gern ein Paar Giraffenohren!

Unterwegs mit gewaltfreier Kommunikation – von Ysabelle Wolfe

Wortschätzchen: gierig

Hallo, Welt!

Heute etwas ganz Besonderes – ein Wortschätzchen von Oliver Heuler zum Thema „gierig“.

Viel Spaß mit dem Text und *D*A*N*K*E* an Oliver für den Beitrag.

So long!

Ysabelle

Gier hat Konjunktur. Gier wird gerne beim Thema Finanzkrise
ausgegraben. In der Gier wähnen Prominente, Journalisten und
Professoren die Hauptursache der aktuellen Misere. Politiker sowieso.
Niemand fühlt sich allerdings selbst gierig. Gierig sind immer die
anderen. Wie könnte sich jemand fühlen, der Gier bei den anderen
diagnostiziert?
Vielleicht allein, einsam, abgetrennt, hilflos, niedergeschlagen,
traurig, besorgt, deprimiert, verletzlich, misstrauisch, eifersüchtig,
unsicher, verwirrt, erschrocken, unzufrieden, verbittert, zornig oder
erschüttert?

Welche seiner Bedürfnisse könnten unerfüllt sein?
Vielleicht Sicherheit, Zuversicht, Gemeinsamkeit, Unterstützung,
Kooperation, Wertschätzung, Empathie, Mitgefühl, Rücksicht,
Gerechtigkeit oder Frieden?

Hier eine kleine Provokation für GfKler: Schaut euch mal Gordon Gekkos
Auftritt in Wall Street an:

http://www.youtube.com/watch?v=Muz1OcEzJOs

Was fühlt ihr? Unverständnis? Fühlt ihr euch angewidert? Ärgerlich?
Vielleicht sogar hasserfüllt? Oder einfach nur sprachlos? Ist ja nur
ein Film. Aber solche Menschen soll es wirklich geben. Ich bin so
einer. Ich bin gierig: gierig nach Neuem, gierig nach Liebe und auch
gierig nach Sicherheit und Effizienz. Und ja, auch gierig nach Geld.
Ich würde mich freuen, wenn der Golfschläger, den ich entwickelt habe,
zum Kassenschlager würde. Dann müsste ich mir keine Gedanken mehr
machen um meinen Broterwerb, sondern würde wahrscheinlich den Rest
meines Lebens forschen, schreiben, Sport treiben, Freundschaften
pflegen und meditieren.

Bei der Recherche zum Thema Gier bin ich auf eine alte Stossel-Sendung
gestoßen, die das Thema aus meiner Sicht fast vollständig befriedigend
behandelt. Leider hat der Chip-Hersteller noch nicht die Erfahrung
gemacht, dass man eine Firma noch erfolgreicher führen kann, wenn man
nicht den harten Chef raushängen lässt, sondern es mit Vertrauen und
Empathie versucht.
Warum nur scheinen sich Gier-Befürworter wie -Kritiker einig, dass
sich Eigenschaften wie Tüchtigkeit, Ehrgeiz oder Wettberwerbsfähigkeit
und eben Gier ausschließen mit Einfühlsamkeit, Besonnenheit, Fairness
oder Reife? Ich weiß zumindest, warum ich lange so dachte: Weil ich
nie etwas anderes gelernt habe. So bekommt man es eben beigebracht von
Eltern, Lehrern und Professoren. Also wird es mal Zeit, eine andere
Perspektive zu präsentieren. Viel Spaß mit John Stossel:

(Leute, das zweite Video lässt sich nicht einbetten. Bitte einfach das Link anklicken und den Beitrag bei Youtube anschauen. Wiederkommen nicht vergessen…)

watch?v=EGkEziYbcJo

Eine Reaktion zu “Wortschätzchen: gierig”

  1. Ysabelle Wolfe

    Oliver, das zweite Video lässt sich nich einbetten. Any Idea?

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